Die Private Krankenversicherung fordert Kinderzuschläge aus Steuergeldern

Jan 2nd, 2010 | By | Category: Versicherung

Gleichbehandlung der beiden Versicherungssäulen gefordert

Der Direktor des Verbandes der Privaten Krankenversicherung, Volker Leienbach, forderte in der „FAZ“ vom Gesetzgeber Steuergelder für die Mitversicherung von Kindern, so wie auch die gesetzlichen Krankenkassen durch Steuermittel gefördert würden. Nach seiner Vorstellung könnten die Zuschüsse künftig einfach zusammen mit dem Kindergeld ausgezahlt werden und somit allen Versicherten gleichermaßen zu gute kommen, hieß es weiter.

Steuermittel für den Gesundheitsfonds werden als Begründung der Forderung angeführt

Die Begründung für die Forderung nach Steuermitteln für die PKV konzentriert sich vor allem auf die 15,7 Milliarden Euro an Steuermitteln, die die gesetzlichen Krankenkassen aus dem Gesundheitsfonds erhalten. Vor dem Gesetz seien schließlich alle Kinder gleich, sagte Leienbach der „FAZ“. Die Privatversicherten subventionierten die gesetzliche Krankenversicherung über Steuerzahlungen mit und würden durch die jetzige Praxis benachteiligt. Aus diesem Grund sei eine Änderung unbedingt geboten, wobei die Kosten sich dabei auf ca. 1,9 Milliarden Euro beliefen.

Es könnte zu gerichtlichen Auseinandersetzungen kommen

Aufgrund der bisherigen Regelung mit den Steuerzuschüssen könnte es sogar gerichtliche Auseinandersetzungen geben, sagte Leienbach weiter. Auch wenn die Versicherer selbst keine Handhabe hätten, gäbe es für die Versicherten durchaus die Möglichkeit, hier aktiv zu werden. Es wird also spannend, zu sehen, wie sich diese Angelegenheit weiter entwickeln wird und ob die PKV tatsächlich durch staatliche Leistungen unterstützt wird.

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