Hierauf sollten Sie bei der Anschlussfinanzierung achten
Jul 9th, 2009 | By admin | Category: Kredite
Denken Sie rechtzeitig an Ihre Anschlussfinanzierung
Der Begriff der Anschlussfinanzierung taucht im Normalfall vor allem in Verbindung mit einer Baufinanzierung auf, da hier nach Ablauf der Zinsbindungsfrist der Finanzierungsanbieter gewechselt werden kann. Im Regelfall hat man zu diesem Zeitpunkt die Wahl, ob man bei seinem bisherigen Finanzierungsanbieter einen neuen Vertrag mit einem neuen Zinssatz abschließen möchte, oder aber einen kompletten Wechsel vollziehen will. Beide Optionen der Anschlussfinanzierung können ihre Vorteile haben, wobei man vor allem die Zinsentwicklung im Auge behalten sollte.
Eine Anschlussfinanzierung bringt zusätzliche Kosten mit sich
Wer eine Anschlussfinanzierung plant, sollte dabei auch die zusätzlichen Kosten mit einplanen, die bei einem Wechsel des Finanzierungsanbieters aufkommen. So muss der Kreditnehmer im Regelfall sowohl die Notarkosten, als auch die Schätzkosten bezahlen, die anfallen, um den Beleihungswert der zu finanzierenden Immobilie festzulegen. Möchte man also mit der Anschlussfinanzierung Geld sparen, sollte man vorher schauen, welcher Anbieter hier möglichst geringe zusätzliche Beträge berechnet, wobei einige Kreditinstitute vor allem auf die Erhebung von Schätzkosten verzichten.
In Niedrig-Zinsphasen ist eine vorzeitige Anschlussfinanzierung sinnvoll
Da die Zinsen auf den Kapitalmärkten oftmals schwanken, kann man den perfekten Zeitpunkt für eine Baufinanzierung nur sehr schwierig planen. Aus diesem Grund kann es sinnvoll sein, eine Baufinanzierung, die zu einem hohen Zins abgeschlossen wurde, bei sinkenden Zinsen bereits vor Ablauf der zinsbindungsfrist durch eine günstigere Anschlussfinanzierung zu ersetzen. Dies ist jedoch leider nur möglich, wenn man eine Baufinanzierung mit der Möglichkeit einer vorzeitigen Ablösung abgeschlossen hat, da ansonsten eine recht hohe Vorfälligkeitsentschädigung fällig würde. Wer also eine Baufinanzierung in einer Hoch-Zinsphase abschließt, sollte unbedingt darauf achten, dass ein kostenloser vorzeitiger Ausstieg möglich ist.
Ein Forward-Darlehen kann in einigen Fällen sehr interessant sein
Sollte die Zinsbindungsfrist der eigenen Baufinanzierung erst in einiger Zeit auslaufen, jedoch zu einem früheren Zeitpunkt das Zinsniveau auf einem Tiefpunkt angekommen sein, kann es sich lohnen, ein Forward-Darlehen in Anspruch zu nehmen. Mit einem Forward-Darlehen können nämlich zukünftige Zinssätze gesichert werden, die gerade aktuell sind. Auf diese Weise erhält man vielleicht auch noch nach 1-2 Jahren sehr attraktive Konditionen für die eigene Anschlussfinanzierung, obwohl das Zinsniveau schon wieder gestiegen ist. Man muss dabei jedoch bedenken, dass die Banken für ein Forward-Darlehen geringe Bereitstellungszinsen berechnen, die in die Kalkulation einbezogen werden sollten.
Die Anschlussfinanzierung sollte richtig geplant werden
Wer die eigene Anschlussfinanzierung richtig plant, kann unter Umständen dafür sorgen, dass er künftig weniger Zinskosten für die eigene Baufinanzierung zu tragen hat. Dafür müssen jedoch sehr viele Faktoren bedacht werden, was das Ganze schnell unübersichtlich gestaltet. Handelt man jedoch im richtigen Moment, macht die eigene Anschlussfinanzierung das eigene Haus finanziell merklich attraktiver.
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